Der globale Handel ist nach wie vor ein entscheidender Wachstumsmotor für Unternehmen, doch das Umfeld für die Einhaltung von Handelsbestimmungen wird immer komplexer und anspruchsvoller. Von neuen Handelshemmnissen und sich entwickelnden Umwelt-, Sozial- und Governance-Erwartungen (ESG) bis hin zu wiederkehrenden Unterbrechungen der Lieferkette – Unternehmen müssen flexibel bleiben, um konform und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Descartes Global Trade Compliance Benchmark Survey 2024 beleuchtet die größten Herausforderungen, mit denen Handelsexperten heute konfrontiert sind, und zeigt, wie führende Unternehmen ihre Compliance-Strategien anpassen, um sich in einem sich schnell verändernden globalen Umfeld zurechtzufinden.
Key Takeaways
- Die sich ständig ändernden Zölle und Sanktionen veranlassen Unternehmen dazu, automatisierte Tools für den Handel einzusetzen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und flexibel zu sein.
- Diverse globale Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsvorschriften zwingen Unternehmen dazu, ESG-Tracking und Lieferantenüberprüfung in ihre Compliance-Systeme zu integrieren.
- Anhaltende Störungen veranlassen zu Investitionen in Transparenz und prädiktive Analytik, um die Agilität zu stärken und Risiken zu minimieren.
- Unternehmen investieren in Automatisierung und Compliance-Talente und erkennen, dass die Einhaltung von Handelsbestimmungen ein wichtiger Faktor für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ist.
1. Zölle und Handelshemmnisse: Den ständigen Wandel bewältigen
Laut Umfrageergebnissen nennen 50 % der Unternehmen Zölle und Handelshemmnisse als ihre größte Herausforderung bei der Einhaltung von Handelsbestimmungen. Die anhaltenden Auswirkungen geopolitischer Konflikte – wie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine – haben den Anwendungsbereich von Sanktionen und Exportkontrollen erheblich ausgeweitet. Verordnungen wie die U.S. Export Administration Regulations (EAR) und die Sanktionen des Office of Foreign Assets Control (OFAC) betreffen nun eine breitere Palette von Unternehmen und Produkten, darunter auch Dual-Use-Güter.
Für viele Unternehmen erfordern diese sich entwickelnden Anforderungen einen tieferen Einblick in die gesetzlichen Verpflichtungen, unterstützt durch robuste Compliance-Rahmenwerke. Unternehmen investieren zunehmend in globale Trade-Intelligence-Lösungen, um Compliance-Prozesse zu automatisieren, die Volatilität von Zöllen zu bewältigen und eine konsistente, genaue Klassifizierung und Prüfung auf allen Märkten zu gewährleisten.
Mit umfassenden Handelsinhalten und Technologien können Unternehmen proaktiv auf neue Hindernisse reagieren, Risiken reduzieren und die Geschwindigkeit der Lieferkette schützen.
Abbildung 1: Die größten Herausforderungen bei der Einhaltung globaler Handelsbestimmungen

2. ESG-Compliance: Erhöhte globale Erwartungen erfüllen
Knapp hinter den Tarifen sehen 43% der Befragten die Einhaltung der ESG-Richtlinien als eine große Herausforderung an. Stakeholder und Regulierungsbehörden machen Unternehmen für Nachhaltigkeit, ethische Beschaffung und Menschenrechtsstandards verantwortlich. Die ESG-Erwartungen sind jedoch von Region zu Region sehr unterschiedlich, was multinationale Unternehmen vor große Probleme stellt.
Die EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) verlangt eine detaillierte Offenlegung, während die USA und andere Rechtsordnungen eher fragmentierte Rahmenwerke beibehalten. In der Zwischenzeit stellen Gesetze wie der Uyghur Forced Labor Prevention Act (UFLPA) und der UK Modern Slavery Act strenge Anforderungen an die Transparenz der Lieferkette.
Für die Compliance-Teams bedeutet dies einen erhöhten Druck, Materialien zurückzuverfolgen, Lieferanten zu überprüfen und eine verantwortungsvolle Beschaffung zu dokumentieren. Der Einsatz von Technologien, die globale Handelsinhalte in Echtzeit mit ESG-Tracking-Funktionen integrieren, ermöglicht es Unternehmen, sich an regionale Vorgaben anzupassen und ihre Sorgfaltspflicht zu erfüllen.
Unternehmen, die ESG in ihre Handels-Compliance-Strategie einbeziehen, erfüllen nicht nur die Erwartungen der Regulierungsbehörden, sondern bauen auch Vertrauen und Widerstandsfähigkeit in ihren Lieferketten auf.

3. Unterbrechungen der Lieferkette: Langfristige Widerstandsfähigkeit aufbauen
Zweiundvierzig Prozent (42%) der Umfrageteilnehmer sehen in Unterbrechungen der Lieferkette eine der größten Herausforderungen, und 62% glauben, dass Unterbrechungen größeren Ausmaßes zu einem regelmäßigen Merkmal des internationalen Handels werden. Von Hafenstreiks über Wetterereignisse bis hin zu geopolitischen Spannungen – unvorhergesehene Störungen stellen die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette auf die Probe wie nie zuvor.
Um diese Risiken zu mindern, setzen Unternehmen auf Tools für die Transparenz der Lieferkette und die Modellierung von Szenarien, um Schwachstellen besser zu verstehen, Sendungen umzuleiten und sich schnell anzupassen, wenn Störungen auftreten. Vor allem mittelständische Unternehmen setzen auf die Einführung von Technologien, um Fähigkeitslücken zu schließen und die Agilität zu verbessern.
Durch die Kombination von globalen Handelsdaten, Echtzeit-Einblicken und prädiktiven Analysen können Unternehmen potenzielle Störungen vorhersehen, Verzögerungen minimieren und Kundenverpflichtungen schützen.
Abbildung 2: Unterbrechungen der Lieferkette werden ein fester Bestandteil des globalen Handels sein

Investition in die Zukunft der Trade Compliance
Die Umfrage zeigt, dass zukunftsorientierte Unternehmen entschlossen handeln:
- 38% investieren in Technologie, um die Einhaltung von Vorschriften zu automatisieren und die Transparenz zu verbessern
- 22% bauen interne Compliance-Ressourcen aus, um die operative Aufsicht zu stärken
Diese Investitionen unterstreichen die wachsende Erkenntnis, dass die Einhaltung von Handelsvorschriften nicht nur eine regulatorische Anforderung ist, sondern eine strategische Voraussetzung für Wachstum, Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsdifferenzierung.
Fazit
Der globale Handel entwickelt sich weiter und damit auch die Strategien, mit denen Unternehmen ihn verwalten. Die Ergebnisse der Descartes Global TradeCompliance Benchmark Survey 2024 machen eines deutlich: Erfolg im internationalen Handel hängt von der Fähigkeit ab, Veränderungen zu antizipieren, sich schnell anzupassen und vertrauenswürdige Technologien und Daten zu nutzen.
Durch die Zusammenarbeit mit Descartes können Unternehmen auf aktuelle, präzise globale Handelsinhalte zugreifen, Compliance-Prozesse rationalisieren und die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken.
Mit einer umfassenden Suite von Trade Intelligence-Lösungen von Descartes können Unternehmen Komplexität in Chancen verwandeln und die Einhaltung von Vorschriften über alle Grenzen hinweg sicherstellen.
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